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Der Braunbär

Lebenserwartung

Männliche Tiere erreichen die Geschlechtsreife mit rund 4,5 Jahren, Weibchen in der Regel etwas später, mit rund vier bis sechs Jahren, in Ausnahmefällen auch erst mit sieben oder acht. Ihr Wachstum setzt sich aber danach noch fort, ausgewachsen sind Braunbären erst mit 10 oder 11 Jahren.

Das mögliche Höchstalter von Tieren in freier Natur wird auf 20 bis 30 Jahre geschätzt, wie viele andere Tiere können Braunbären in menschlicher Obhut aber ein deutlich höheres Alter erreichen. Das älteste bislang bekannte Exemplar starb mit 47 Jahren, das potentielle Höchstalter von Tieren in Gefangenschaft wird auf 50 Jahre geschätzt.

Viele Tiere sterben an Mangelernährung oder Krankheiten. Insbesondere während der Paarungszeit kommt es zum Infantizid, wenn Jungtiere von erwachsenen Männchen attackiert werden. Auch Fälle von Kannibalismus, das heißt, dass Braunbären Artgenossen fressen, sind bekannt. Zum Tod können auch Verletzungen, die ihnen von den Hörnern der Beutetiere zugefügt werden, führen. In Gebieten, wo sich die Verbreitungsgebiete überlappen, sind Pumas, Luchse, Wölfe oder Vielfraße Nahrungskonkurrenten der Braunbären. Erwachsene Tiere haben aber kaum natürliche Feinde, lediglich aus Sibirien gibt es Berichte, wonach sie manchmal dem Sibirischen Tiger zum Opfer fallen. 

Literatur

  • Bernd Brunner: »Eine kurze Geschichte der Bären.« 
    Claassen, Berlin 2005, ISBN 3546003950

  • Igor Chestin: »Der Braunbär.« 
    Neue Brehm-Bücherei. Bd 633. Westarp, Magdeburg 1996, ISBN 3894324945

  • Ronald M. Nowak: »Walker's Mammals of the World.« 
    Johns Hopkins University Press, Baltimore 1999, ISBN 0801857899

  • Maria Pasitschniak-Arts: 
    Ursus arctos. in: Mammalian Species. 
    American Society of Mammalogists, Washington DC, Nr. 439, S.1?10. ISSN 0076-3519

  • L. P. Waits, S. L. Talbot, R. H. Ward, G. F. Shields: 
    Mitochondrial DNA phylogeography of the North American brown bear and implications for conservation in: Conservation Biology. 
    Blackwell, Boston Mass 12.1998, 408?417. ISSN 0888-8892